Ich begann mein Praktikum auf meiner Wunschstation, der St. 63. Ich wurde gleich herzlich in das tolle Team aufgenommen. Der schöne Erik versuchte sein Glück bei mir und ist abgeblitzt.
Der Stress auf Station machte mir nichts aus, im Gegenteil, ich habe ihn genossen. Ich habe mich wieder richtig lebendig gefühlt.
Mein neues Leben hat mir gefallen und das tut es auch noch heute.
Und die Vergangenheit? Ich bin brav in der einen Ecke der Klinik geblieben, in der Hoffnung, ihr nicht zu begegnen. Und trotzdem habe ich sie vermisst…
Ich habe meinen Namen geändert.
Ich bin umgezogen. Erinnert schwer an das Kronzeugenschutzprogramm.
Die Telefonnummer änderte ich deshalb etwas später.
Mein überstürzter Umzug ist eine Geschichte für sich: In Küche und Bad: keine Elektrik, Fliesen fehlen, nur ein Zimmer fertig tapeziert (Rohrbruch beim Teppichleistenverlegen! Teilweise nochmals tapeziert!); mitten im Wohnzimmer die Kreissäge. Das Kinderzimmer im Originalzustand von 1970. Das Chaos wurde durch unaufgebaute Möbel und 75 Kartons perfektioniert.
Aber es hat mir nichts ausgemacht. Nach der Arbeit im Krankenhaus ging es ans Heimwerken. Es dauerte fast einen Monat bis man es wohnen nennen konnte…